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Die Energiewende ist nach wie vor erklärtes Ziel unseres Landes. Damit diese erfolgreich umgesetzt werden kann, muss insbesondere im Wärme- und Verkehrssektor der Anteil der Erneuerbaren Energien erheblich gesteigert werden. Im Jahr 2017 betrug der Anteil von Erneuerbaren Energien im Stromsektor 36,2 %, im Wärme(Kälte)sektor aber nur 12,9 %, im Verkehr gar nur 5,2 % (Stand Dez. 2017).

Ein großer Vorteil der Sektorenkopplung ist, dass das Energiesystem effizient flexibilisiert, die Akzeptanz durch einen gerechten Ausgleich der Lasten erhöht und die Systemsicherheit verstärkt werden kann. Die Sektorenkopplung ist der Schlüssel für eine effiziente Transformation des Energiesystems hin zu einer erneuerbaren und CO2-neutralen Versorgung in Deutschland. Eine zurzeit intensiv diskutierte Möglichkeit ist die Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien im Verkehrssektor. Eine weitere Verknüpfung bietet beispielsweise die Verwertung von Überschussstrom zur Herstellung von Grundchemikalien oder Treibstoff. Hierzu bieten Bioenergieanlagen vielseitige Möglichkeiten, die genutzt werden sollten.

Das Rostocker Bioenergieforum bietet in 2018 eine breite Palette an Vorträgen zu den genannten Themen, wobei aktuelle Rahmenbedingungen sowie Konzepte, Forschungsarbeiten und technologische Entwicklungen und Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Sektoren, inklusive der stofflichen Nutzung, vorgestellt werden. Insbesondere das direkte Gespräch zwischen Forschern, Praktikern und Politikern soll zu einem Erkenntnisgewinn für alle und zu neuen Lösungsansätzen führen. Das inzwischen etablierte Rostocker Bioenergieforum bietet dafür eine ideale Plattform.

Als Besonderheit wird in diesem Jahr am zweiten Tag des Bioenergieforums eine Regionalkonferenz der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) mit dem Titel "Flexibilität mobilisieren" in die Konferenz integriert und ein Workshop zum Thema „Biomasse in industriellen Symbiosen" angeboten.